In den Medien ist immer wieder zu lesen und zu hören, dass Produkte aus Kuhmilch nicht gut für die Gesundheit sind und in der Ernährung eher vermieden werden sollten. Die Werbung dagegen propagiert: „Die Milch macht’s“. Im Alter sollen Milchprodukte vor der Gefahr von Osteoporose helfen. Was ist nun richtig? Wem tun Milchprodukte gut und wem nicht?

Milch und die Wirkung in der TCM

Um die Frage zu klären, für wen Milch geeignet ist und für wen nicht, müssen wir uns die Wirkungsweise von Milch auf den Körper näher ansehen. Milch ist süß, etwas kühlend und hat eine Vorliebe für Nieren, Herz und Lungen. Es nährt die Nieren-Essenz, das Lungen-Yin, das Herz-Blut und beruhigt den Herz-Wind. Milch ist ein JING-Tonik mit Qi tonisierender Eigenschaft. Milch wird in der Ayurvedischen Medizin immer als kostbares Nahrungsmittel zur Regeneration von Körpersäften und als eine Medizin betrachtet. Bis heute wird sie täglich in der Therapie verwendet.

 

Unverträglichkeit von Milch

Die Eigenschaften der Milch regenerieren die Körpersäfte und müssten somit bei jedem*jeder Patient*in positive Wirkungen erzielen können. Warum ist das in der Praxis oft nicht so?

Menschen mit einer Schwäche im Verdauungstrakt können die positiven Inhaltsstoffe von Milch nicht verwerten. Einen Teil versucht der Körper über den Stuhlgang oft mit Durchfall auszuleiten und der Rest lagert sich im Körper als Schlacke ab.

Der Energiefluss im Verdauungsbereich wird durch diese Schlacke weiter blockiert und reagiert mit Symptomen wie Schmerzen und Druck im Abdomen.

Damit haben wir jetzt auch die Entstehung von Laktoseintoleranz definiert: Wir betrachten diese als Verdauungsschwäche mit Schlacke. Genau diesen Ansatz verfolgen wir in der Therapie: Schlacke transformieren und Verdauungstrakt stärken.

 

TCM Ernährungsberater, Gutes Essen führt zu einem gesünderen Leben: die Ernährungsberatung Diolosa & Morell unterstützt Sie dabei

Kostenfreies eBook: Schritt für Schritt zur Ernährungsberater*in

Mit der Ausbildung zur Ernährungsberater*in Diolosa & Morell gehen Sie einen wichtigen Schritt in Ihrer Karriere. So ein Schritt will aber gut überlegt sein.

Deswegen haben wir die häufigsten Fragen und Antworten in unserem eBook "Schritt für Schritt zur Ernährungsberater*in Diolosa & Morell" für Sie zusammengefasst.

Wenn Sie sich für die Ausbildung interessieren, dann lassen Sie es sich jetzt kostenlos an Ihre E-Mail-Adresse schicken.

 

Zubereitung von Kuhmilch

Milch alleine ist oft nicht die Ursache von Verschlackung im Körper. Die Kombination von Milch mit Zucker und Schokolade wie Nesquick, Ovomaltine und ähnlichen Produkten begünstigt diesen Prozess. Dazu wird häufig ultrahocherhitzte Milch benutzt, die zusätzlich noch oftmals sehr kalt getrunken wird.

Um die Vorteile von Milch nutzen zu können, empfehlen wir die Milch von glücklichen Kühen mit aromatischen Gewürzen wie Kardamom, Nelken, Zimt und Orangenschale zu kombinieren und eine Tasse davon warm zu trinken. Zum Süßen eignet sich hier Thymian- oder Rosmarinhonig besser als Zucker.

 

 

 

Ersatz von Kuhmilch bei Laktoseintoleranz

Viele Menschen mit einer Intoleranz sind auf der Suche nach Alternativen. Die meisten werden auf Reis- oder Sojamilch aufmerksam. Die Wirkung von diesen beiden Alternativen ist Hitze ausleitend und sollten daher getrunken werden, wenn es draußen heiß ist. Soja- und auch Reismilch können nicht die Essenz nähren. In der Pädiatrie kann dies zu Problemen führen, da durch das Wachstum der Kinder sehr viel Essenz für das Wachstum benötigt wird. Daher ist die Milch von Kühen oder Ziegen durch diese Alternativen nicht zu ersetzen.

Patient*innen mit Laktoseintoleranz haben eine Verdauungsschwäche durch Kälte. Um diese auszugleichen empfehlen wir Hafermilch, da diese wärmend ist.

Kuhmilch in der TCM

 

Fazit

Die Milch ist kein gutes oder schlechtes Nahrungsmittel, es kommt auf die Konstitution des Menschen an, der sie trinkt. Kinder oder Patient*innen mit einer Feuchtigkeits-Konstitution und Verdauungsschwäche mit Kälte, können sehr negativ auf Milch reagieren, da es ihre Konstitution negativ beeinträchtigt. Aber auch hier ist die Zubereitung entscheidend und nicht die Milch alleine schuld. Laktoseintoleranz wird ebenfalls als eine Feuchtigkeits-Erkrankung und sekundären Qi-Stau im Yang-Ming betrachtet. Patient*innen mit Qi- oder Yang-Mangel des Tai-Yin sind immer für solche Beschwerden anfällig. Patient*innen mit einer Feuchtigkeits-Konstitution können wir durch einen starken weißen Zungenbelag mit kurzer und breiter Zunge erkennen. Die Zungenfarbe ist hier blass.

Milch hat aber auch positive Eigenschaften und kann Patient*innen, die unter Trockenheit leiden, helfen den Schlaf zu fördern. Eine Tasse warme Milch am Abend nährt das Herz-Yin und senkt das Yang ab. Dies sind auch Eigenschaften, die in den Wechseljahren sehr gut passend sind. Hierzu empfehlen wir die Milch mit etwas Safran und Honig zu trinken.

Für trockene Lungen mit Husten empfehlen wir etwas Milch mit Thymianhonig zu trinken. Diese Patienten haben oft eine schmale, dünne und rote Zunge. Auf der Zunge befindet sich kein Zungenbelag und kann Risse haben.

Daher gibt es für uns keine guten oder schlechten Nahrungsmittel, jedes Nahrungsmittel hat seine Wirkung und kann Menschen helfen die eigene Konstitution zu unterstützen oder negativ zu beinträchtigen. Einzig wichtig ist zu wissen: Wie wirkt das Nahrungsmittel und welche Konstitution hat der Patient.

 

TCM Ernährungsberater, Gutes Essen führt zu einem gesünderen Leben: die Ernährungsberatung Diolosa & Morell unterstützt Sie dabei

Kostenfreies eBook: Schritt für Schritt zur Ernährungsberater*in

Mit der Ausbildung zur Ernährungsberater*in Diolosa & Morell gehen Sie einen wichtigen Schritt in Ihrer Karriere. So ein Schritt will aber gut überlegt sein.

Deswegen haben wir die häufigsten Fragen und Antworten in unserem eBook "Schritt für Schritt zur Ernährungsberater*in Diolosa & Morell" für Sie zusammengefasst.

Wenn Sie sich für die Ausbildung interessieren, dann lassen Sie es sich jetzt kostenlos an Ihre E-Mail-Adresse schicken.