Eine Frage, die im Bereich der Ernährung immer wieder diskutiert wird, ist die, ob Kaffee nun eigentlich gut oder schlecht für die Gesundheit ist. Wirkt sich Kaffee positiv auf unseren Flüssigkeitshaushalt aus? Ab welcher Menge pro Tag schadet der Genuss von Kaffee unserer Gesundheit? Was diese Diskussionen aber immer außer acht lassen, ist deine individuelle Konstitution. Auf diese wollen wir uns in diesem Beitrag konzentrieren.

 

Eine kurze Geschichte vom Kaffee

Kaffee stammt ursprünglich aus Äthiopien und wird bevorzugt in höheren Lagen angebaut.

Das Wachstum ist hier etwas langsamer, jedoch ist der Anbau weniger anfällig für pestiziden Befall. Schon die Mönche aus dem Volk Kaffa sind auf die wachhaltende Wirkung des Kaffees aufmerksam geworden. Sie haben damals die Blätter abgekocht und konnten durch die wachhaltende Wirkung leichter ihre Nachtgebete durchführen. Erst viel später haben die Sufis im Jemen die Zubereitung von Kaffee aus der gerösteten Bohne entdeckt.

Heutzutage gehört Kaffee zu den meist verbreiteten Getränken weltweit.

Kaffee in der TCM

Gerösteter Kaffee wirkt auf Herz, Magen und Dickdarm. Thermisch kühlt Kaffee den Körper ab. Geschmacklich haben wir neben dem bitteren Geschmack auch aromatisch saure und süßliche Anteile enthalten. Diese sind abhängig von der Art und Weise des Röstens. Ist der Kaffee bitter, wirkt er ausleitend und kann die Darmpassage anregen. Sein bitteres Aroma unterstützt also die Verdauung.

Allerdings hat Kaffee auch eine trocknende Wirkung und kann die Menge des Blutes reduzieren.  Kaffee wirkt sich sehr schnell auf das Herz aus, er trocknet also das Herz-Blut aus. Dieses löst inneren Wind aus, der mit Unruhe, Palpitationen und Schlafstörungen einhergehen kann – eine Wirkung, die sehr viele Menschen spüren.

Außerdem verletzt Kaffee das Nieren-Qi, weshalb Menschen mit Polyurie ihn meiden sollten. 

Wundergefäße, Yi und Shen

Kaffee wirkt außerdem anregend auf das Yang Qiao Mai-Wundergefäß. Dieses Gefäß ist gemeinsam mit seinem Zwilling Yin Qiao Mai für den Wach- und Schlafrhythmus zuständig. Wird durch den Genuss von Kaffee das Yang Qiao Mai angeregt, fühlt man sich einerseits aktiver, andererseits werden die Körpersäfte und Nieren zunehmend ausgetrocknet. Unsere Nieren sind vergleichbar mit unserem Guthaben auf der Bank: Sie rutschen bei zu großem (Kaffee-) Konsum ins Minus.

Durch Kaffeetrinken können wir besser denken, da er die Ratio (Yi) und den Geist (shen) anregt. Dies können wir im Alltag und bei der Arbeit gut gebrauchen, hat aber durch das Schwächen der Nieren auch seine Kehrseite.

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Medizinische Anwendung von Kaffee

Kaffee wurde als antiasthmatische Medizin verwendet. Der bittere Geschmack wirkt absenkend und kann den Stau in den Lungen nach unten ableiten.

Bei Reisen in tropischen Ländern haben vielleicht einige schon einmal Bekanntschaft mit Kaffeekohle gemacht, die gut bei Durchfallerkrankungen hilft. Die Kaffeebohnen werden hierbei so stark geröstet bis sie zu Kohle werden und dann in Tablettenform verabreicht werden können.

Für wen ist Kaffee geeignet und wer sollte ihn besser meiden?

Kaffee ist besonders für Menschen geeignet, die Fleisch essen und genügend Wärme im Körper haben – also eine Fülle oder einen Überschuss. Der Kaffee kann in diesem Fall die Fülle ausleiten. Welche Fülle-Zustände sind hier gemeint? Es gibt angespannte Menschen, die erst nach einer Tasse Kaffee am Morgen genießbar und ansprechbar sind. Wir reden hier von der Qi-Stau-Konstitution. Es gibt eine Fülle an Feuchtigkeit, eine Verschlackung,  Kaffee kann hier durch seine die Darmpassage anregende und verdauungsfördernde Eigenschaft dem Menschen zu Klarheit und Antrieb verhelfen. Wir reden hier von einer Konstitution von Feuchter Hitze oder Feuchter Kälte.

Kaffee trocknet das Blut und kühlt den Körper aus. Daher sollten Menschen mit Blutschwäche und Kälte lieber keinen Kaffee trinken oder besonders auf die Zubereitung und Kombination achten.

Menschen mit Blutmangel, die sich vielleicht auch vegetarisch oder vegan ernähren, können schnell eine Blutschwäche entwickeln – wir sprechen hier von der Blutmangel-Konstitution. Diese Personen reagieren schnell mit Unruhe und Schlaflosigkeit und sollten deshalb keinen Kaffee trinken. 

Menschen mit einer Kälte-Konstitution, die schnell frieren und energielos sind, bekommen zwar kursfristig einen Energieschub, wenn sie Kaffee trinken, verschlimmern aber die Ursache.

Die verschiedenen Zubereitungsformen von Kaffee

 Die gute Nachricht ist: Für jede Konstitution kann der Kaffeegenuss angepasst werden!

  • Für Menschen mit Kälte-Konstitution kann der Kaffee mit Gewürzen wie Kardamom kombiniert werden. Kardamom gleicht die kühlende Wirkung auf die Nieren aus und kann sogar die Toxine, die durch das Rösten entstehen, neutralisieren. Gut geeignet ist auch eine Kombination mit  Gewürzen wie Ingwer und Curcuma. Hier empfiehlt es sich, den Kaffee zusammen mit den Kräutern zu kochen und nicht nur aufzubrühen. Das macht den Kaffee bekömmlicher und födert die Verdauung.  
  • Personen, die eine Blumangel-Konstitution haben, sollten dem Kaffee mit ein bisschen Milch oder Zucker trinken, wodurch die trocknende Qualität ein bisschen verringert wird.
  • Menschen mit einer Feuchtigkeit-Konstitution sollten keinen Milchkaffee trinken.

Fazit

Kaffee hat bestimmte Wirkungen auf den Körper und jeder Mensch hat eine spezielle Konstitution. Je nachdem welche Konstitution du hast, tut Kaffee dir gut oder du solltest ihn meiden. Diese Differenzierung in der Ernährungslehre der Traditionellen Chinesischen Medizin ermöglicht eine zielgenaue Beratung für jede persönliche Konstitution passend und individuell.

Wir wünschen euch allen einen passenden Kaffeegenuss 🙂

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