5 Elemente Ernährungslehre

nach Claude Diolosa, unter der Leitung von Dr. med. Noémi Morell und Mike Morell

Diese Seminarreihe ist gleichermaßen konzipiert für interessierte Ernährungsbewuste, die nur das Basisseminar besuchen möchten, als auch für jene, die sie als Ausbildung mit Abschluss zum Ernährungsberater nach Claude Diolosa beruflich nutzen wollen

In der 5 Elemente Ernährungslehre werden Nahrungsmittel gleichermaßen wie Heilkräuter nach Ihrer Thermik, ihrem Geschmack und ihrem Element klassifiziert. Jeder Mensch ist einzigartig, so ist es wichtig die individuelle Konstitution des Patienten in Erfahrung zu bringen um ihn gut beraten zu können. Neben einer ausführlichen Anamnese, Puls- und Zungendiagnose, ist auch die Zubereitung der Speisen essentieller Bestandteil einer gesunden Ernährung nach dem Prinzip der 5 Elemente.

Jährlich finden ein bis zwei Basisseminare statt. In diesen werden leicht verständlich Grundlagen der 5 Elemente Ernährungslehre vermittelt. Anschließend können Sie aus unserem vielfältigen Ausbildungsangebot verschiedene Vertiefungsseminare wählen um abschließend das Diplom zum Ernährungsberater nach Claude Diolosa zu erwerben. Somit besteht die Möglichkeit, den Seminarablauf zeitlich individuell an persönliche Bedürfnisse anzupassen.

Das Kochen nach den Fünf Wandlungen und seine Geschichte Das Kochen nach den Fünf Wandlungen wurde von meinem verstorbenen Lehrer Ihor Magutiak erfunden und er hat in den 80er und 90er Jahren diese Art des Kochens seinen Schülern und Patienten unterrichtet. Ich war auch einer davon und lernte von ihm die Kunst, gemäß den Fünf Wandlungen die Nahrungsmittel miteinander zu kombinieren. Diese Methode erwies sich als die schnellste, um das Kochen zu erlernen. Schüler oder Patienten, die vorher nie gekocht hatten, lernten auf spielerische Weise, die Nahrungsmittel miteinander zu kombinieren und konnten sehr schnell etwas schmackhaftes und gesundes zubereiten. Ich habe später diese wundervolle Methode mit dem Wissen der TCM-Pharmakologie ergänzt bzw. Geschmack, Thermik und Meridian-Wirkungen und vor allem das TCM Mindmapping eingefügt. Diese Methode ist in China leider verloren gegangen und viele Ärzte kochen nach Geschmack, Thermik, Meridian- und therapeutischen Wirkungen. Zum Beispiel werden für die Behandlung von Nieren Yang Mangel Zutaten verwendet, die direkt das Nieren Yang tonisieren können, wie Meeresfrüchte in Kombination mit Kräutern. Um das Lungen Yin zu nähren und das Expektorieren zu fördern werden chinesische (nicht westliche) Birnen mit Chuan Bei Mu gefüllt und gebacken. Die Kombination mit Kräutern wird immer empfohlen, um das therapeutische Ziel besser zu erreichen. Ich habe vorher von Tomate gesprochen und in vielen buddhistischen und taoistischen Klöstern werden rohe Tomaten mit viel Zucker als Vorspeise empfohlen. Ich kann mich an einen Aufenthalt in E Mei Shan erinnern, als Tomaten mit einem Berg an Zuckerpulver als Vorspeise präsentiert wurden, obwohl es ununterbrochen regnete und das Wetter feucht und kalt war. Ich war etwas verzweifelt und wusste nicht, ob es ernst gemeint war. Na ja, niemand ist perfekt und Abweichungen sind überall zu sehen und ich denke, daß nicht jeder sich mit TCM auskennt. Wir haben im Westen eine sehr ähnliche Vorgehensweise gehabt und viele traditionelle Zubereitungen bestehen auch aus Gewürzen und aromatischen Kräuterkombinationen. Wir haben leider die Bedeutung bzw. den therapeutischen Zweck davon verloren und können keine energetische Interpretation aufstellen, sondern nur nach Geschmack vorgehen. Ich würde jedem EEL (Energetische Ernährungslehre) Therapeuten empfehlen, nicht nur nach den Fünf Wandlungen zu kochen, aber vor allem dem energetischen Bild des Patienten die Nahrungsmittel und Zubereitungen anzupassen. Es werden in Freiburg und auch in Wien regelmäßig Kurse über Nahrungsmittel und Kombinationen von Nahrungsmitteln und Zutaten gegeben. Kochen nach Farbe ist zwar schön und sicherlich sehr lustig, hat aber leider wenig mit TCM und EEL zu tun. Diese spielerische Art kann niemals therapeutisch verwendet werden. Zum Beispiel wird die Tomate dem Feuer Element zugeordnet, weil sie rot ist. Dies ist absurd und entspricht weder der Tradition noch der klinischen Erfahrung. Zu sagen, dass die Tomate zur Leber gehört, weil sie etwas sauer ist, ist nur Teil der Geschichte. Es gibt sehr viele Nahrungsmittel und Kräuter, die sauer sind und die Leber niemals erreichen.

Ernährungsberatung in der TCM

Ernährungsberatung ist eine Kunst und das Wichtigste, ich würde sogar behaupten wichtiger als Kräutertherapie und Akupunktur. Das ist die erste Empfehlung, die man als Therapeut geben sollte. Die Beratung sollte immer sehr kurz und bündig sein. Ich kann nicht verstehen, dass eine Stunde oder sogar mehr dafür verwendet wird. Das Wesentliche sind die Kontraindikationen und nicht die Empfehlungen. Man sollte nicht für jeden Patienten ein Kochbuch schreiben, sondern vor allem sagen, was nicht förderlich ist. Zum Beispiel empfehle ich bei Migräneanfällen immer, scharfe Nahrung, Alkohol, Gewürze, Knoblauch, Zwiebeln, Milchkaffee und Schokolade wegzulassen und mehr nicht… zuviel Information ist nicht unbedingt besser. Es ist immer möglich, bei der nächsten Beratung die Infos zu ergänzen. Patienten sind sehr empfindlich für Ernährungsempfehlungen, vor allem Chinesen, die sowieso nicht an das Heilen durch Fasten und Ernährungseinschränkungen glauben. Ich habe in China selten diätetische Empfehlungen gesehen oder nur sehr kurze, um nicht zu sagen oberflächliche. Ernährung ist und bleibt ein Tabu für sehr viele Patienten. Lieber eine OP und Medikamente, anstatt auf gebratene und fettige Speisen zu verzichten. Also nicht zu lange reden, sondern auf das Wesentliche hinweisen. Wichtig ist vor allem die Differentialdiagnostik BIAN ZHENG: Lange Zeit mit Kochrezepten zu jonglieren und auf TCM Mindmapping zu verzichten, ist ein Fehler.

Claude Diolosa

Assisi

t

Für wen sind diese Seminare gedacht?

Unsere Seminare richten sich an Ernährungsbewusste, Ernährungsexperten und Ernährungsberater.

In erster Linie sind das: DiätassistentInnen, Krankenschwestern, ÄrztInnen, GesundheitsberaterInnen, Köche und FitnesstrainerInnen, MasseurInnen, LehrerInnen und Medizinische Fachangestellte.

Da das Basisseminar keine Vorkenntnisse erfordert, eignet es sich auch für Tätige in der Gastronomie, im Biofachhandel, in Gesundheitsberufen, Wellnessberufen und alle, die sich für gesunde Ernährung interessieren.